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Spitzenreiter Wangen empfängt Schlusslicht TSV

von Thomas Lehenherr

Handball Württembergliga Süd: MTG Wangen – TSV Bad Saulgau (Samstag, 20 Uhr, Hölle Süd)
WANGEN / BAD SAULGAU (tl) – „Nur nicht abschlachten lassen“, muss die Devise des Württembergliga-Absteigers TSV Bad Saulgau heißen, wenn er am Samstag um 20 Uhr in der „Hölle Süd“ gegen Spitzenreiter MTG Wangen antritt. Personell hat sich bei den Bad Saulgauern seit dem letzten Spiel gegen Nürtingen nicht viel geändert. Der Kader ist weiterhin sehr klein und jung. Ein wenig Hoffnung auf Besserung keimte bei den Jungs von Coach Günther Hejny nach dem ersten Punktgewinn in der Rückrunde gegen Nürtingen (27:27) auf. Man ist immerhin nicht, wie in vielen Spielen zuvor, am Ende eingebrochen. Wangen ist allerdings ein ganz anderes Kaliber als Mitabsteiger Nürtingen und wird den TSV wesentlich mehr fordern. Die Bad Saulgauer wissen um ihre Außenseiterrolle und betrachten dieses Spiel als eine weitere gute Möglichkeit eine Trainingseinheit mit Wettkampfcharakter zu absolvieren. Trainer Günther Hejny will nicht, dass sich sein Team kampflos ergibt, sondern möchte den Toppfavoriten auf den Aufstieg etwas ärgern. Möglicherweise kann er wieder auf den Langzeitverletzten Rückraumschützen Daniel Matt zurückgreifen, der diese Woche das erste Mal wieder einigermaßen trainieren konnte. Beim Hinspiel war der TSV chancenlos und bekam nur den Rekordtorschützen Stefan Rosenwirt in den Griff. Spielertrainer Timo Feistle und Co konnten sich dagegen fast nach Belieben bewegen. Bei der Männerturngemeinde spielt bereits seit vielen Jahren in der gleichen Besetzung, weshalb blindes Spielverständnis herrscht. Jeder kennt die Laufwege des anderen und wenn es einmal nicht läuft, hat der groß gewachsene Rückraumschütze Timo Feistle fast immer ein Ass im Ärmel. Seine Würfe aus der Distanz sind gefürchtet. Die TSV-Abwehr kann deshalb nur dagegen halten, wenn sie äußerst aggressiv agiert und die Absprachen stimmen. Zudem gilt es, den körperlich starken Kreisläufer Sebastian Staudacher besser abzuschirmen. Er versteht es meist, die ihm sich bietenden Chancen zu verwerten. Es ist also höchste Konzentration angesagt und auch mal der Mut, in die Zweikämpfe zu gehen. So werden Sebastian Luib, Christian Zimmerer, Daniel Matt und Patrick Engler in der Mitte und auf den Halbpositionen gehörig Druck auf die gegnerische Abwehr ausüben müssen, um Lücken zu erzwingen.
Der TSV hofft auf viele Fans. Abfahrt der Fahrgemeinschaften ist um 18 Uhr beim Jungen Kunsthaus an der Kaiserstraße.

TSV Bad Saulgau: Bakos, Utoft (beide im Tor), Heck, Luib, Mett, Herrmann, Robotka, Zimmerer, Engler, Kottan, Michelberger, Kohler.


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