Handball: Württembergliga Süd: TSV Deizisau – TSV Bad Saulgau 32:24 (14:13)
DEIZISAU / BAD SAULGAU (tl) – Die „jungen Wilden“ des TSV Bad Saulgau kassierten am Sonntag, den 5. Februar gegen den Favoriten und Aufstiegsaspiranten TSV Deizisau die erwartete Niederlage. Ohne einen einzigen Routinier, die allesamt verletzungsbedingt fehlten, blieb eine Überraschung aus. Auch Abwehrchef Christian Zimmerer musste berufsbedingt passen. Dabei hatten die Bad Saulgauer in der ersten Halbzeit gut mitgehalten. Trainer Günther Hejny ließ die starke halblinke Seite von Deizisau eng decken. Das verunsicherte die Hausherren, die im ersten Abschnitt ungewohnt viele Fehler produzierten. Der TSV war stets auf Augenhöhe, obwohl auch er nicht sein bestes Spiel ablieferte. Auch Torhüter David Bakos sorgte mit drei gehaltenen Siebenmetern dafür, dass die Gastgeber nicht davon ziehen konnten. Zum Erstaunen der Fans wechselte man dann beim Stande von nur 14:13 für Deizisau die Seiten. Der Start in Hälfte zwei misslang den Bad Saulgauern völlig. Anstatt die Chance zum 14:14 wahrzunehmen und da weiter zu machen, wo man im ersten Abschnitt aufgehört hatte, wurde ein Ball nach dem anderen „verschenkt“. Deizisau konnte sechs Treffer in Folge erzielen und so stand es bereits in der 36. Minute 20:13. Das Spiel war gelaufen. Zudem schwächelte die Abwehr gegen Ende des Spiels, so dass der Sieg der Platzherren auch in dieser Höhe völlig in Ordnung ging. „Die erste Halbzeit ist für uns gut gelaufen, doch wir haben dann, für mich eigentlich unverständlich, gleich nach dem Wechsel viele Fehler gemacht. Als der Gegner dann mit sieben Toren führte, konnten wir nicht mehr sehr viel entgegensetzen“, sagte Günther Hejny im Interview mit der Schwäbischen Zeitung nach dem Spiel. „Der TSV Deizisau hat vor allem in der ersten Halbzeit unter seinem Niveau gespielt. Gegen Ende hat dann auch die Kraft bei uns nachgelassen, die Abwehr wurde löchriger. Wir ließen uns aber trotzdem nicht abschießen und haben gemacht, was noch möglich war“, resümierte Coach Hejny.
Der TSV muss er unbedingt im nächsten Heimspiel am Samstag, den 11. Februar um 18 Uhr gegen den SC Vöhringen gewinnen, möchte er noch die geringe Chance auf den Klassenerhalt wahren. „Wenn wir in der Liga bleiben möchten, müssen wir gegen den SC und dann wiederum zu Hause gegen Wolfschlugen gewinnen“, sagte Hejny. Auch das wird sicherlich keine leichte Aufgabe, da Vöhringen in den letzten Wochen aufsteigende Form zeigte und so manchen Favoriten stolpern ließ. Wolfschlugen gewann dieses Wochenende übrigens knapp mit 35:33 gegen Vöhringen und belegt Tabellenplatz sieben, Vöhringen ist neunter.
TSV Bad Saulgau: Bakos, Utoft (beide im Tor), Heck, Luib (1), Matt (6), Mett, Herrmann (10/davon 3 Siebenmeter), Robotka (3), Engler (2), Kottan (2), Frühbauer